AAB-Arbeitstreff

Politik und Interessenvertretung diskutieren Zukunft der Arbeit!

Leistung muss sich lohnen – sonst gerät System ins Wanken

Anlässlich des bevorstehenden Tags der Arbeit luden der AAB Tirol, die AK-Fraktion AAB-FCG sowie die FCG Tirol zu einer gemeinsamen Veranstaltung in den Reschenhof nach Mils. Im Mittelpunkt stand der offene Dialog über die aktuelle Situation der Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Diskutiert wurden die Herausforderungen, Positionen und Perspektiven in einer von globalen Krisen und geopolitischen Spannungen geprägten Zeit sowie die Zukunft der Arbeit. Impulse aus Politik und Interessenvertretung lieferten dabei wertvolle Einblicke und sorgten für eine fundierte und praxisnahe Diskussion.

Landeshauptmann Anton Mattle: Größter Dank an die fleißigen Tiroler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Tirols Landeshauptmann Anton Mattle nützte die Gelegenheit, um sich bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu bedanken. Gleichzeitig gab er Einblick in das Konzept „Konsumentenschutz für alle“, welches er gemeinsam mit AK-Präsident Erwin Zangerl und Arbeitslandesrätin Astrid Mair im Vorfeld des 01. Mai präsentiert hat. „Unser Dank gilt allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die unser Land Tag für Tag am Laufen halten. Ihren Einsatz können wir gar nicht hoch genug würdigen. Der Fleiß und das Engagement der Tirolerinnen und Tiroler ist ein klarer Auftrag für die Politik auf allen Ebenen, die Rahmenbedingungen für die Beschäftigten laufend zu verbessern und Arbeitsplätze zu sichern. Bei all den Herausforderungen ist und bleibt Tirol ein Land, indem man gerne lebt und arbeitet. Ich möchte den ‚Tag der Arbeit aber vor allem dafür nützen, um bei unseren jungen Tirolern für die Lehre zu werben. Die duale Ausbildung ist die ideale Mischung aus Theorie und Praxis. Die Lehre bereitet auf das Leben vor und schafft eine solide Basis, um mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Die Arbeiterkammer Tirol und ihr Präsident Erwin Zangerl sind starke Partner für die Beschäftigten aber auch für das Land Tirol. Gerade heutzutage ist Unterstützung im Bereich des Konsumentenschutzes dringend notwendig. Deshalb haben ermöglichen AK und Land Tirol ab sofort Konsumentenschutz für alle. Im Jahr 2025 haben die Expertinnen und Experten der AK Tirol 44.300 Beratungsgespräche im Bereich des Konsumentenschutzes geleistet. Dieses Angebot wird nun mit Unterstützung des Landes offiziell für die gesamte Bevölkerung geöffnet – auch für Nicht-AK-Mitglieder“, erklärt LH Anton Mattle.

LRin Astrid Mair: Weiterhin konsequentes Handeln notwendig

Zum Tag der Arbeit betont Tirols Arbeitslandesrätin Astrid Mair: „Der Tag der Arbeit steht für den Wert von Leistung, Zusammenhalt und Perspektiven. Tirol kann trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten auf die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Österreich verweisen. Gleichzeitig müssen wir weiter konsequent handeln. Unser Ziel bleibt klar: sichere Arbeitsplätze, gezielte Qualifizierung und echte Chancen für alle Menschen in Tirol – heute und in Zukunft.“

FCG-Obmann Gerhard Seier: Sparmaßnahmen dürfen den Öffentlichen Dienst nicht schwächen

Gerhard Seier, Obmann der FCG Tirol und Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Tirol, warnt ausdrücklich davor, bei den öffentlichen Bediensteten den Sparstift anzusetzen. Die Menschen in Tirol seien auf einen funktionierenden öffentlichen Dienst angewiesen, von der Polizei über Lehrerinnen und Lehrer, Beamtinnen und Beamte in der Verwaltung bis hin zu Pflege- und Gesundheitsdiensten. „Die Tirolerinnen und Tiroler zahlen jeden Monat hohe Steuern und dürfen daher zu Recht erwarten, dass der öffentliche Dienst gut funktioniert. Durch das Verschieben der Gehaltserhöhung um ein halbes Jahr auf 1.7.2026 haben die Kolleginnen und Kollegen bereits einen wesentlichen Beitrag zur Budgetkonsolidierung geleistet. Ich erwarte mir, dass auch die vereinbarten Erhöhungen für die nächsten Jahre eingehalten werden. Insgesamt ist eine ausgewogene und faire Verteilung der geplanten Belastungen wesentlich für den sozialen Frieden in unserem Land. Wer Generationen oder gesellschaftliche Gruppen gegeneinander ausspielt, betreibt aktive Wählervertreibung und das wird, wenn man sich die letzten Umfragewerte ansieht, wohl nicht im Sinne der regierenden Parteien sein.“

AK-Präsident Erwin Zangerl: Leistung der Arbeitnehmer nicht zu honorieren ist eine Einbahnstraße

„Leistung muss sich lohnen, denn wenn die Menschen kein Auskommen mit dem Einkommen haben, weil Lebenshaltungskosten und Steuern viel zu hoch sind, und dann noch bei den Familien, den Seniorinnen und Senioren gespart wird, wird auch irgendwann die Leistungsbereitschaft sinken, weil die Perspektiven fehlen. Wenn sich Junge keine Existenz mehr aufbauen können und Ältere täglich um ihre Existenz fürchten müssen, wer soll dann noch auf Dauer in der Lage sein, die Schulden des Staates zu bedienen? Nur Leistung einfordern, ohne die Leistungsbereitschaft der vier Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gebührend zu würdigen, ist eine Einbahnstraße“, warnt Tirols AK Präsident Erwin Zangerl.

AAB-Landesobmann Jakob Wolf: Die Aktivpension ist ein echtes Leuchtturmprojekt und eine langjährige Forderung des ÖAAB.

Der Tag der Arbeit ist stets mit dem Auftrag verbunden, dass sich Arbeit und Leistung lohnen muss. Die Menschen, die täglich ihren Beitrag leisten, müssen spürbar entlastet werden. Die Einführung der Aktivpension ist daher ein wichtiger und richtiger Schritt. Sie schafft Anreize für all jene, die auch über das Pensionsalter hinaus arbeiten wollen, und stärkt damit unseren Arbeitsmarkt“, so AAB-Landesobmann Jakob Wolf. „Gleichzeitig gilt aber, besondere Vorsicht bei der Familienbonus-Reform! Familien leisten tagtäglich Enormes für unsere Gesellschaft, sie dürfen nicht zur Budgetreserve werden. Wer arbeitet, Kinder großzieht und Verantwortung übernimmt, muss sich darauf verlassen können, dass Leistung anerkannt und unterstützt wird. Die Volkspartei mit dem AAB ist und bleibt die verlässliche Familienpartei in Österreich. Wir stehen fest an der Seite der Familien, und sorgen dafür, dass sie auch in Zukunft auf faire Rahmenbedingungen und gezielte Unterstützung zählen können“, stellt Wolf fest. Positiv hebt Tirols AAB-Chef die geplante Einführung des zweiten kostenfreien Kindergartenjahres im Programm der ÖVP-geführten Bundesregierung hervor.

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