LRin Palfrader begrüßt die WohnbaureferentInnen der Länder in Innsbruck

  • Klimamaßnahmen im Fokus
  • Spekulation verhindern
  • Steigenden Baukosten entgegenwirken

Heute, Freitag, tagten die WohnbaureferentInnen der Länder in Innsbruck. Im Fokus der Gespräche standen unter anderem Klimamaßnahmen in der Wohnbauförderung, die Verhinderung von Spekulation sowie steigende Baukosten, informierte Wohnbaulandesrätin Beate Palfrader. Zum Schluss der Tagung übergab die Wohnbaulandesrätin den Vorsitz ihrem steirischen Amtskollegen Johann Seitinger.

Mit nachhaltigem Wohnbau Klimawandel begegnen

„Der Klimawandel ist eines der wichtigsten Themen – auch im Bereich des Wohnbaus wollen wir in Tirol das Fördersystem stärker auf eine nachhaltige Bauwirtschaft ausrichten. Mit dem Ökopaket, das wir geschnürt haben, ist schon viel passiert, mit dem Raus aus Öl-Bonus hat Tirol österreichweit die höchsten Förderungen. Bei der Konferenz haben wir heute den EU-Resilienzplan diskutiert, da Österreich in den nächsten Jahren voraussichtlich über drei Milliarden Euro an nicht rückzahlbaren Beihilfen bekommt. Hier ersuchen die Bundesländer den Bund, auch Sanierungsmaßnahmen zu berücksichtigen und vor allem regional gerecht aufzuteilen“, berichtete LRin Palfrader.

Der künftige Vorsitzende Johann Seitinger skizzierte die inhaltlichen Schwerpunkte als künftiges Vorsitzbundesland: „Wir werden einen besonderen Fokus auf den für den Klimaschutz so wichtigen Sanierungsbereich legen und gleichzeitig die Leistbarkeit des Wohnens in den Mittelpunkt rücken.“

Spekulation den Riegel vorschieben

Ein besonderes Anliegen ist Tirol, gegen spekulative Geschäfte mit geförderten Wohnungen vorzugehen. In der Novelle des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes wurde bereits im Mietkauf für 15 Jahre der Riegel für Spekulation vorgeschoben. „Seitens Tirol sind wir bereits an den Bund herangetreten. Wir regen an, diese Regelung auch für sofortige Eigentumsübertragung von Neubauwohnungen im Gemeinnützigen Bereich auszudehnen. Damit hätten wir den geförderten Bereich gut abgedeckt“, erläuterte LRin Palfrader.

Steigende Baukosten – Tirol wirkt dagegen

Diskutiert wurde weiters die aktuelle Preissituation im Baugewerbe. Als Folge der Corona-Pandemie sind die Bauträger mit stark steigenden Kosten bei verschiedensten Baumaterialien konfrontiert. „Damit wird auch der gemeinnützige Wohnbau teurer. Darauf haben wir in Tirol bereits reagiert und den Satz zur Bemessung der angemessenen Gesamtbaukosten um rund fünf Prozent angehoben. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit, bauliche Erschwernisse geltend zu machen, von zehn auf 15 Prozent angehoben. Des Weiteren werden bei Bauvorhaben mit zwei oder mehr freistehenden Gebäuden die zulässigen Baukosten um bis zu fünf Prozent erhöht“, berichtete LRin Palfrader. Schließlich wurde die Kreditförderung um neun Prozent angehoben und die Rückzahlungskonditionen bei Krediten der Wohnbauförderung wesentlich verbessert sowie die Wohnbeihilfe erhöht“, erklärt LRin Palfrader das Tiroler Maßnahmenbündel. (Quelle: Land Tirol)

LRin Beate Palfrader übergibt den Vorsitz der WohnbaureferentInnenkonferenz an ihren Amtskollegen aus der Steiermark, LR Johann Seitinger.

Foto: Land Tirol/Huldschiner

Die WohnbaulandesrätInnen tagten in Tirol. v.li.: LR Marco Tittler (Vorarlberg), LR Martin Eichtiner (Niederösterreich), LRin Beate Palfrader (Tirol), LR Johann Seitinger (Steiermark), LRin Andrea Klambauer (Salzburg)

Foto: Land Tirol/Huldschiner

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